Unicornication
Rosa Luft lag über den Bergen, sonnenkalt und sternenkalt.
Niemand spürte die Verluste - jeder wusste um ihr Glück.
Selbst am Tal des Regenbogens, lag das es nun nicht mehr vergraben,
sondern flog auf lichten Schwingen immerfort, hierher, zurück.
Jeder sah es, jeder war es: -glücklich, immer zu und dort.
Dreimal Klang der Glocke Läuten, dreimal und nie wieder dann.
Erst am Ende allen Lebens hört man sie ein letzes Mal.
Hört sie singen über Elend, über Glück und über dich.
Tag ist Nacht und alles eben; jeder du und keiner ich.
Traumlos gleitet man auf Schwingen durch die Lüfte, durch das Licht.
Was im Leben noch so fern, ist im Träumen noch so nah.
Gierig ohne Worte, nur der Eifer geifert los.
Beschmutzt die Luft mit seinem Speichel; Nimmt der Sonne ihren Glanz.
Raubt der Kälte ihre Schärfe. Ihre Schönheit ist davon.
Klar und deutlich einst die Worte, weiß nun niemand ihren Sinn.
Selbst am Ende weiß nur einer, was er sah und was er will.
Gier und Eifer, beide Brüder, ringen um der Sonne Thron.
Nun liegt dieser in den Trümmern. Ist für immer uns verloren.
Selbst der Sonne kleine Kinder lassen ab von ihrem Lohn.
Nur das kleinste schreit noch immer. Sieht nichts mehr als Gier und Zorn.
Tanz allein nun mit dem Dunkel. Ist allein und ist besorgt.
Alles fließt und ist vergessen, nur der Zorn ist da und dort.
Tanzt allein in wilden Freuden nun um Feuer ohne Nutzen.
Reine Wut und reiner Hass - keinen Sinn kann man entdecken.
Weder heute, noch von gestern.
Nur ein letzer kleiner Schimmer kämpft und stirbt von Tag zu Tag.
Alles Leben stirbt vergeblich; Ist von vorne rein verloren.
Nur der Liebe langer Schatten kann uns lehren noch zu leben.
Aber niemals ist ein Schatten hell genug um zu verstehen.
Daher ist das liebe Leben nur ein Traum, ein Rausch, ein Schaum,...
Keiner will uns je erleben, wir sind alle ganz vergebens.
Jeder lebt um zu vergehen.
Erst wenn wieder Liebe uns regiert - und nicht der Zorn,
dann ist leben wieder Leben, und man lebt nochmal von vorn.
solisange am 10. Dezember 12
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