Move your mind...
...and your ass will follow.“ So oder so ähnlich gibt die Toilettentür eines städtischen Klubs einem wichtige Tipps fürs Leben. Also versuche ich meinen ‚Verstand‘ zu bewegen, lese, laufe, um zu sehen, was ich denn denken soll. Stopp! Denken soll?! Wieso SOLLTE ich denn etwas denken? Sollte ich nicht viel mehr denken WOLLEN? Ach Mist, ich sollte auch nicht denken wollen SOLLEN!
Trotzdem man geht so durch die Straßen nichtsahnend, unschuldig, naiv. Läuft seines Weges. Seines Weges? Von wegen! Eher ist man, wie eine Freundin so schön erkannte, mitten in einem Spiel ‚Tetris-Laufen‘ gefangen. Man wird verdrängt, in die andere Richtung gestoßen, läuft Slalom –Tetris-laufen eben. Rechts Häuserwände. Links Häuserwände. In der Mitte lauter bunte, verschieden förmige Männchen. Mal dicker, mal dünner, mal ein Hund. Dramatisch!
Ich wollte doch nur geradeaus, meine supercoole auf dem Klo gefundene Weisheit leben! Ich wollte was zum denken sehen, denn dann tu ich auch was, grober Plan! Alles klar. Ort – Weg – Ziel (Punkt!). Nix da! Ich werde gedrängelt, gerumpelt, gelenkt…wie auch immer…lange kein Ziel in Sicht, geschweige denn mein Weg. Dreck aber auch! Ich will jetzt denken!
Na gut, vielleicht habe ich einen Schritt übersprungen, nicht laufen, also Arsch bewegen kommt zuerst, sondern umdenken. Let’s go home! Schiebetür zu! RUHE! … Naja eher nicht, im fünf Minuten Takt stört irgendwas! Wie soll ich denn da denken?! Oder besser: wie soll ICH denn da denken?! Also Musik! Immer inspirierend! Fast so wie das Internet, dass zwangsläufig läuft, sobald ich Musik am Laptop höre! Okay, warum nicht? Gibt bestimmt tolle Sachen zu denken. Ich werde da schon was finden, denke ich und gebe etwas in eine Suchmaschine ein. STOPP! Wer findet denn jetzt? Auf keinen Fall ICH und auf keinen Fall, was, was es lohnt.
Déjà-vu! Diesmal bloß anders. Rechts uuuuuuuuuuuuuuuuuuunendliche Weite. Links uuuuuuuuuuuuuuuuuuunendliche Weite. In der Mitte lauter bunte, verschieden förmige Links. Mal größer, mal leuchtender, mal ein Hund. Verf***ter Fuck!
Und Ich? Ich spiel mal wieder Tetris! Langsam kann ich die Melodie echt nicht mehr hören! STOPP! Eigentlich spiel ich gar nicht, ich bin ja auch nur einer der bunten, verschieden förmigen Puzzleteilchen im Spiel. DRAMATISCH! Immer noch nix selbst bewegt, weder mind noch ass!
Nur eines klappt ganz gut. Ort – Weg – Ziel. Ort (oben am Gameboy color Bildschirm) - Weg (nach unten) – Ziel (die eine Lücke, in die der Spieler mich haben will, denn da pass ich rein).
Leider nicht mein Ziel, oder? Ne, das war ja „move your mind…“. Nicht: enge Lücke, mit Aussicht auf andere bunte, verschieden förmige Puzzleteilchen. Mein Blick wandert in meinem Zimmer umher: 10 m², Schiebetür, drei andere Menschen, Vermieter, oft verglichen mit Harry Potters Wandschrank. Scheiße, Lücke erreicht! Mag noch sooft Bob Marley (vom Vormieter) oder „Viva Cuba libre“ an der Wand hängen.
Okaay, nur keine Panik… vielleicht kann ich mich ja noch querstellen, dann herrscht Chaos und mein allmächtiger ‚Kontrollator‘ an den Druckknöpfen verliert!
Erster Blog. Erster Text. Thematisch geht das klar oder?! (Tipp: Thema ist „Behandelt werden“.) Naja, ihr müsst euch eh fügen, ich spiele hier Tetris und ihr seid meine Puzzleteilchen!
Move YOUR mind, and MY game is lost!
solisange am 10. Dezember 12
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